Dachdecker bei der Neueindeckung eines Einfamilienhauses mit Ziegeln

Dach & Fassade: Schutz, Dämmung und Wertsteigerung

Dach und Fassade schützen dein Gebäude vor Witterung und bestimmen den Energieverbrauch maßgeblich. Bis zu 30 Prozent der Heizenergie gehen über ein ungedämmtes Dach verloren, weitere 20 bis 25 Prozent über ungedämmte Außenwände. Ob Neueindeckung, Fassadendämmung oder Dachausbau: Wir koordinieren die Arbeiten und sorgen für fachgerechte Ausführung mit maximaler Förderung.

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2026
Alle Leistungen

Dachsanierung: Wann ist es Zeit?

Ein Dach hält je nach Material 30 bis 80 Jahre. Betondachsteine halten 40 bis 60 Jahre, Tondachziegel 60 bis 80 Jahre, Schiefer sogar bis zu 100 Jahre. Typische Anzeichen für eine notwendige Sanierung: Gebrochene oder verschobene Ziegel, Moosbewuchs und Flechten, undichte Stellen (feuchte Flecken an der Decke), mangelnde Dämmung (Dachgeschoss im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt), sichtbar verwitterte Unterspannbahn. Wenn mehrere dieser Anzeichen zutreffen, ist eine professionelle Dachinspektion sinnvoll. Wir koordinieren die Inspektion, erstellen einen Maßnahmenkatalog und holen Angebote von geprüften Dachdeckerbetrieben ein.

Dacheindeckung: Materialien und Eigenschaften

Die Wahl der Dacheindeckung hängt von Dachneigung, Budget und regionalen Bauvorschriften ab. Betondachsteine sind die günstigste Option (20 bis 35 Euro/m²), schwer und langlebig. Tondachziegel (30 bis 50 Euro/m²) sind leichter, atmungsaktiv und in vielen Farben erhältlich. Schiefer (60 bis 120 Euro/m²) ist das edelste Material, extrem langlebig und regional typisch (Rheinland, Thüringen). Metalldächer aus Zink oder Aluminium (50 bis 80 Euro/m²) sind leicht, wartungsarm und ideal für Flachdächer oder geringe Dachneigungen. Bei einer Neueindeckung werden auch die Unterspannbahn, Lattung und gegebenenfalls die Konterlattung erneuert.

Dachdämmung: Verfahren im Vergleich

Es gibt drei grundlegende Dämmverfahren für Steildächer. Aufsparrendämmung: Die Dämmung wird von außen auf die Sparren gelegt (bestes Verfahren, aber teurer, da das Dach komplett abgedeckt werden muss). Zwischensparrendämmung: Der Dämmstoff wird zwischen die Sparren geklemmt (guter Kompromiss, auch von innen möglich, ohne das Dach abzudecken). Untersparrendämmung: Zusätzliche Dämmung unterhalb der Sparren (ergänzt die Zwischensparrendämmung, reduziert aber die Raumhöhe). Die optimale Dämmstärke hängt vom GEG-Standard ab: Mindestens 160 mm Mineralwolle (WLG 035) für Bestandsgebäude, besser 200 bis 240 mm. Für eine KfW-Förderung muss der U-Wert der gedämmten Dachfläche maximal 0,14 W/(m²K) betragen.

Fassadendämmung mit WDVS

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die häufigste Methode zur Fassadendämmung. Der Aufbau: Dämmplatten werden auf die Außenwand geklebt und gedübelt, darauf kommt eine Armierungsschicht (Gewebe in Klebemörtel) und abschließend ein Außenputz in Wunschfarbe. Gängige Dämmstoffe: EPS (Styropor, günstig, gute Dämmwirkung), Mineralwolle (nicht brennbar, guter Schallschutz, teurer), Holzfaser (ökologisch, guter sommerlicher Wärmeschutz, teurer). Die Dämmstärke richtet sich nach dem GEG: Mindestens 120 mm EPS (WLG 035) für die Förderfähigkeit, besser 160 bis 200 mm. Ein WDVS kann die Heizkosten um 20 bis 30 Prozent senken und wird mit 15 bis 20 Prozent (mit iSFP-Bonus) gefördert.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade als Alternative

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ist eine hochwertige Alternative zum WDVS. Aufbau: Unterkonstruktion aus Holz oder Aluminium, Dämmung zwischen und auf den Ständern, Hinterlüftungsebene (mindestens 20 mm) und Fassadenverkleidung. Als Verkleidungsmaterialien kommen Faserzement, HPL-Platten, Holz, Schiefer oder Metallkassetten zum Einsatz. Vorteile gegenüber WDVS: bessere Feuchtigkeitsregulierung, keine Algenbesiedelung, langlebiger, wartungsärmer und optisch vielfältiger. Nachteile: 30 bis 50 Prozent teurer als WDVS. Für denkmalgeschützte Gebäude oder Fassaden mit Sichtmauerwerk ist die VHF oft die einzige zugelassene Dämmlösung.

Fördermittel für Dach- und Fassadensanierung

BAFA und KfW fördern die energetische Dämmung von Dach und Fassade großzügig. Einzelmaßnahmen (BAFA): 15 Prozent Zuschuss auf die förderfähigen Kosten (maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit). Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht sich der Zuschuss auf 20 Prozent und die förderfähigen Kosten auf 60.000 Euro. KfW-Kredit (Programm 261/262): Zinsgünstiger Kredit bis 150.000 Euro mit Tilgungszuschuss für Komplettsanierung zum Effizienzhaus. Die Förderanträge müssen vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Ein Energieberater (BAFA-gelistet) muss die Maßnahme bestätigen und die Durchführung überwachen. Wir ziehen zertifizierte Energieberater hinzu und unterstützen bei der Antragstellung.

Deine Vorteile bei Clivono

Geprüfte Dachdeckerbetriebe

Nur Innungsbetriebe mit Meisterbrief, aktueller Versicherung und nachgewiesener Erfahrung.

Energetische Sanierung

Dämmung nach aktuellem GEG-Standard mit Fördermittelberatung. Bis zu 20 Prozent Zuschuss möglich.

Komplettsanierung möglich

Dach, Fassade, Fenster und Rinne in einem koordinierten Projekt. Ein Gerüst, ein Zeitplan, ein Ansprechpartner.

Langfristige Wertsteigerung

Energetisch sanierte Gebäude erzielen höhere Verkaufspreise und bessere Energieausweise.

Kosten im Überblick

Orientierungswerte inklusive Material und Arbeitsleistung. Konkrete Preise erhältst du in deiner kostenlosen Ersteinschätzung.

LeistungKosten
Neueindeckung (ohne Dämmung)100 - 180 €/m²
Neueindeckung mit Aufsparrendämmung200 - 350 €/m²
Zwischensparrendämmung (von innen)40 - 80 €/m²
WDVS Fassadendämmung120 - 200 €/m²
Vorgehängte hinterlüftete Fassade180 - 350 €/m²
Einfamilienhaus Dach (120 m²)15.000 - 40.000 €

Checkliste: Dach & Fassade

  • Dachinspektion durchführen: Zustand von Eindeckung, Unterspannbahn und Dämmung prüfen
  • Energieberatung nutzen: Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen
  • Denkmalschutz klären: Gibt es Auflagen für Dach- oder Fassadengestaltung?
  • Dämmverfahren wählen: Aufsparren-, Zwischensparren- oder Außendämmung?
  • Fördermittel beantragen: BAFA-Antrag vor Auftragsvergabe stellen
  • Gerüst einplanen: Standzeit 4 bis 8 Wochen, Nachbarn informieren
  • Dachentwässerung prüfen: Rinnen und Fallrohre im gleichen Zug erneuern?
  • Photovoltaik mitplanen: Dachsanierung ist der ideale Zeitpunkt für eine PV-Anlage

Zum Weiterlesen

Vertiefende Beiträge

Häufige Fragen zu Dach & Fassade

Was kostet eine Dachsanierung?

Eine Neueindeckung ohne Dämmung kostet 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter. Mit Aufsparrendämmung rechne mit 200 bis 350 Euro/m². Ein durchschnittliches Einfamilienhaus (120 m² Dachfläche) liegt bei 15.000 bis 40.000 Euro, abhängig von Material, Dämmung und Zustand der Unterkonstruktion. Die BAFA-Förderung (15-20 Prozent) reduziert die Kosten spürbar.

Wie erkenne ich, ob mein Dach saniert werden muss?

Typische Anzeichen: Feuchte Stellen an der Decke im Dachgeschoss, gebrochene oder verschobene Ziegel (mit Fernglas prüfbar), Moosbewuchs und Flechten auf der Eindeckung, Dachgeschoss im Sommer extrem heiß und im Winter extrem kalt, sichtbar verwitterte oder fehlende Unterspannbahn. Bei Unsicherheit empfehlen wir eine professionelle Dachinspektion durch einen Dachdeckermeister.

Kann ich mein Dach dämmen, ohne die Eindeckung zu erneuern?

Ja, eine Zwischensparrendämmung oder Untersparrendämmung ist von innen möglich, ohne das Dach abzudecken. Die Wirkung ist geringer als eine Aufsparrendämmung (da Wärmebrücken an den Sparren bleiben), aber deutlich günstiger und schneller umzusetzen. Diese Lösung eignet sich besonders, wenn die Eindeckung noch intakt ist und nur die Dämmung fehlt.

Wie lange dauert eine Fassadendämmung?

Für ein Einfamilienhaus (ca. 150 m² Fassadenfläche) rechne mit 3 bis 5 Wochen Bauzeit. Das Gerüst steht in 1 bis 2 Tagen, die Dämmung wird in 1 bis 2 Wochen montiert, Armierung und Putzarbeiten benötigen weitere 1 bis 2 Wochen (wetterabhängig). Die Gesamtstandzeit des Gerüsts beträgt 4 bis 6 Wochen.

Welcher Dämmstoff ist der beste für die Fassade?

Es gibt keinen universell besten Dämmstoff. EPS (Styropor) bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und ist für die meisten Anwendungen geeignet. Mineralwolle ist nicht brennbar (Brandschutzklasse A1) und bietet besseren Schallschutz, ist aber teurer. Holzfaserdämmplatten bieten den besten sommerlichen Wärmeschutz (weniger Aufheizung im Sommer) und sind ökologisch, aber die teuerste Option. Wir empfehlen den Dämmstoff, der zu deinem Gebäude und Budget passt.

Lohnt sich eine PV-Anlage zusammen mit der Dachsanierung?

Ja, unbedingt. Bei einer Dachsanierung ist das Gerüst bereits vorhanden und die Dachlattung wird ohnehin erneuert. Die Mehrkosten für die PV-Vorbereitung (Kabelführung, verstärkte Lattung) sind minimal. Außerdem produziert die PV-Anlage ab Tag eins Strom und amortisiert sich in 8 bis 12 Jahren. In Kombination mit Wärmepumpe und Stromspeicher senkst du deine Energiekosten langfristig auf ein Minimum.

Projekt starten: Dach & Fassade

Beschreibe dein Projekt in wenigen Minuten und erhalte innerhalb von 24 Stunden eine kostenlose Ersteinschätzung.