Fachmann bei der Installation einer modernen Heizungsanlage

Heizung & Sanitär: Effizient heizen, modern installieren

Ob neue Heizung, Wärmepumpe oder Sanitärinstallation: Heizung und Sanitär sind die Lebensadern deines Zuhauses. Wir übernehmen die Installation von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Inklusive Förderberatung, damit du die staatlichen Zuschüsse optimal nutzen kannst.

Zuletzt aktualisiert: 19. März 2026
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Heizungsmodernisierung: Welche Technologie passt?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) setzt klare Vorgaben: Ab 2024 müssen neue Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Für Bestandsgebäude gelten Übergangsfristen, aber die Richtung ist klar. Wärmepumpen (Luft-Wasser oder Erdwärme) sind die zukunftssicherste Lösung für gut gedämmte Gebäude. Pelletheizungen eignen sich besonders für Häuser mit vorhandenem Keller und Lagerraum. Hybridlösungen kombinieren Wärmepumpe mit Gas-Brennwert als Spitzenlastkessel. Fernwärme ist eine Option, wo sie verfügbar ist. Die richtige Wahl hängt von Gebäudealter, Dämmstandard, vorhandenen Heizkörpern und deinem Budget ab. Wir beraten dich technisch fundiert und herstellerunabhängig.

Wärmepumpe: Installation und Voraussetzungen

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe benötigt eine Außeneinheit (Aufstellfläche ca. 1x1 Meter), einen Pufferspeicher im Heizraum und eine angepasste Hydraulik. Der Stromanschluss muss gegebenenfalls auf 400 Volt erweitert werden. In gut gedämmten Häusern (ab KfW 100) arbeiten Wärmepumpen hocheffizient und erreichen Jahresarbeitszahlen (JAZ) von 3,5 bis 4,5. Das bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Strom werden 3,5 bis 4,5 Kilowattstunden Wärme. In schlecht gedämmten Altbauten mit kleinen Heizkörpern sinkt die Effizienz. Hier kann eine Vorlauftemperatur von über 55 Grad erforderlich sein, was die JAZ auf 2,5 bis 3 drückt. In solchen Fällen empfehlen wir zunächst die Dämmung zu verbessern oder größere Heizkörper einzubauen.

Sanitärinstallation und Rohrsanierung

Undichte Leitungen, veraltete Rohrsysteme oder ein neues Badezimmer: Sanitärarbeiten erfordern zertifizierte Fachbetriebe. Wasserleitungen aus Blei (vor 1970) oder verzinktem Stahl (vor 1990) sollten aus gesundheitlichen und technischen Gründen ausgetauscht werden. Moderne Verbundrohr-Systeme (Mehrschichtverbundrohr) sind langlebig, korrosionsfrei und einfach zu installieren. Bei einer Komplettsanierung stimmen wir Sanitär, Fliesen und Elektro aufeinander ab. Auch die Entwässerung muss geprüft werden: Alte Gussrohre können korrodieren und im Inneren zuwachsen, was zu Verstopfungen führt. Wir empfehlen eine Kamerabefahrung, bevor aufwändige Arbeiten beginnen.

Förderprogramme für den Heizungstausch

Der Staat fördert den Heizungstausch großzügig. Die BAFA-Förderung umfasst drei Komponenten: Grundförderung (30 Prozent für Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Solarthermie), Effizienzbonus (5 Prozent extra für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel oder Erdwärme), Einkommensbonus (30 Prozent extra bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro) und Geschwindigkeitsbonus (20 Prozent für den Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle- oder alter Gasheizungen). Maximal können 70 Prozent Förderung kombiniert werden, gedeckelt auf 30.000 Euro förderfähige Kosten (Einfamilienhaus). Die KfW bietet ergänzend zinsgünstige Kredite. Wir prüfen, welche Programme du kombinieren kannst, und unterstützen bei der Antragstellung.

Warmwasserbereitung optimieren

Warmwasser macht 10 bis 15 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushalts aus. Zentrale Warmwasserbereitung über die Heizung ist effizient, wenn die Wege kurz sind. Bei langen Leitungswegen (über 5 Meter) geht viel Energie durch Abkühlung verloren. Dezentrale Durchlauferhitzer direkt am Verbrauchsort können in solchen Fällen effizienter sein. Solarthermie-Anlagen decken im Sommer bis zu 100 Prozent und im Jahresdurchschnitt 50 bis 60 Prozent des Warmwasserbedarfs. Wärmepumpen mit Brauchwasserspeicher (Brauchwasser-Wärmepumpe) sind eine effiziente Ergänzung zur Zentralheizung. Wir beraten dich zur optimalen Warmwasserlösung für dein Gebäude.

Heizkörper und Flächenheizungen

Die Art der Wärmeverteilung beeinflusst Komfort und Effizienz. Fußbodenheizung arbeitet mit niedrigen Vorlauftemperaturen (30-35 Grad) und ist ideal für Wärmepumpen. Heizkörper benötigen höhere Vorlauftemperaturen (55-70 Grad bei Altbau-Heizkörpern, 40-50 Grad bei modernen Flachheizkörpern). Wenn du auf eine Wärmepumpe umstellst, aber keine Fußbodenheizung nachrüsten willst, können größere Heizkörper die Lösung sein. Wandheizungen sind eine Alternative zur Fußbodenheizung und lassen sich auch nachträglich einbauen. Wir prüfen, welche Wärmeverteilung zu deinem Heizsystem passt.

Deine Vorteile bei Clivono

Zertifizierte SHK-Fachkräfte

Meisterqualifikation, aktuelle Zulassung und Erfahrung mit modernen Heizsystemen wie Wärmepumpen.

Förderberatung inklusive

Wir prüfen BAFA, KfW und regionale Programme für maximale Ersparnis und unterstützen bei der Antragstellung.

Herstellerunabhängige Beratung

Wir empfehlen die Technologie, die zu deinem Gebäude passt, nicht die, die der Hersteller gerade am meisten pushd.

Notdienst

Bei Rohrbruch oder Heizungsausfall schicken wir kurzfristig ein Team.

Kosten im Überblick

Orientierungswerte inklusive Material und Arbeitsleistung. Konkrete Preise erhältst du in deiner kostenlosen Ersteinschätzung.

LeistungKosten
Luft-Wasser-Wärmepumpe25.000 - 40.000 €
Erdwärme-Wärmepumpe35.000 - 55.000 €
Gas-Brennwert (Bestand)6.000 - 10.000 €
Pelletheizung20.000 - 35.000 €
Solarthermie (Warmwasser)5.000 - 10.000 €
Sanitärinstallation (Bad)3.000 - 8.000 €

Checkliste: Heizung & Sanitär

  • Energieberatung nutzen: Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen
  • Heizsystem bewerten: Alter, Effizienz und Zustand der aktuellen Anlage prüfen
  • Gebäudedämmung prüfen: Wärmepumpen arbeiten nur in gedämmten Gebäuden effizient
  • Fördermittel beantragen: BAFA/KfW Anträge vor Baubeginn stellen
  • Warmwasser mitplanen: Zentral oder dezentral? Solarthermie als Ergänzung?
  • Heizkörper prüfen: Reichen die vorhandenen Heizkörper für niedrige Vorlauftemperaturen?
  • Stromanschluss prüfen: Wärmepumpe benötigt oft 400V Starkstrom
  • Schornsteinfeger informieren: Bei Heizungstausch muss der Bezirksschornsteinfeger benachrichtigt werden

Häufige Fragen zu Heizung & Sanitär

Was kostet eine neue Heizung?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt bei 25.000 bis 40.000 Euro vor Förderung. Gas-Brennwert: 6.000 bis 10.000 Euro. Pelletheizung: 20.000 bis 35.000 Euro. Erdwärme: 35.000 bis 55.000 Euro. Nach Abzug der BAFA-Förderung (bis 70 Prozent) können die Eigenkosten für eine Wärmepumpe auf 10.000 bis 15.000 Euro sinken.

Wie lange dauert ein Heizungstausch?

Ein reiner Kesseltausch (Gas auf Gas) dauert 2 bis 3 Tage. Der Umstieg auf eine Wärmepumpe kann 1 bis 3 Wochen dauern, da Außeneinheit, Pufferspeicher und Hydraulik angepasst werden müssen. Bei Erdwärmebohrung kommen 2 bis 3 Tage für die Bohrung hinzu. Während des Umbaus ist die Heizung temporär nicht verfügbar. Wir empfehlen daher, den Tausch außerhalb der Heizperiode zu planen.

Welche Heizung passt zu meinem Haus?

Das hängt von Gebäudealter, Dämmstandard, vorhandenen Heizkörpern und verfügbarem Platz ab. In gut gedämmten Häusern (ab KfW 100) arbeiten Wärmepumpen am effizientesten. In schlecht gedämmten Altbauten ohne Fußbodenheizung kann eine Hybridlösung (Wärmepumpe plus Gas-Spitzenlastkessel) oder Pelletheizung sinnvoller sein. Wir beraten dich im Rahmen der kostenlosen Ersteinschätzung.

Muss ich vor dem Heizungstausch dämmen?

Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Eine Wärmepumpe arbeitet umso effizienter, je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur ist. In einem gut gedämmten Haus reichen 35 Grad Vorlauf, in einem ungedämmten Altbau werden 55 bis 70 Grad benötigt. Die Faustregel: Wenn deine Heizkosten über 100 Euro pro Quadratmeter und Jahr liegen, lohnt sich eine Kombination aus Dämmung und Heizungstausch.

Kann ich die BAFA-Förderung mit KfW-Kredit kombinieren?

Ja, seit 2024 ist eine Kombination möglich: Die BAFA-Förderung (Zuschuss) und ein KfW-Ergänzungskredit (Programm 358/359) können für dieselbe Maßnahme genutzt werden. Der KfW-Kredit deckt die verbleibenden Eigenkosten ab. Wichtig: Die Förderanträge müssen über das BEG-Portal gestellt werden, bevor du den Auftrag vergibst.

Was passiert mit meinem alten Öltank?

Der alte Öltank muss fachgerecht stillgelegt und in der Regel demontiert werden. Ein zertifizierter Fachbetrieb reinigt den Tank, entsorgt Restöl und baut ihn ab. Bei erdvergrabenen Tanks kann der Aufwand höher sein. Die Kosten liegen bei 500 bis 2.500 Euro, je nach Tankgröße und Zugänglichkeit. Die Entsorgung ist oft in der BAFA-Förderung enthalten.

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