
Photovoltaik & Solar: Eigenen Strom produzieren
Mit einer Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach produzierst du Strom für 8 bis 12 Cent pro Kilowattstunde, weniger als ein Drittel des Netzstrompreises. In Kombination mit Stromspeicher, Wärmepumpe und Wallbox senkst du deine Energiekosten langfristig auf ein Minimum. Wir übernehmen die Installation von der Dachprüfung bis zur Netzanmeldung.
Wie funktioniert Photovoltaik?
Photovoltaikmodule (PV-Module) wandeln Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Der erzeugte Gleichstrom wird durch einen Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt, der im Haushalt genutzt oder ins Stromnetz eingespeist werden kann. Eine typische Anlage für ein Einfamilienhaus hat eine Leistung von 8 bis 15 kWp (Kilowatt-Peak) und produziert 7.000 bis 14.000 kWh Strom pro Jahr. Das entspricht dem 1,5- bis 3-fachen des durchschnittlichen Stromverbrauchs eines 4-Personen-Haushalts (ca. 4.500 kWh/Jahr). Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und mit der Einspeisevergütung (derzeit 8,03 Cent/kWh) vergütet.
Anlagengröße und Dacheignung
Die optimale Anlagengröße hängt von Dachfläche, Ausrichtung und Stromverbrauch ab. Pro kWp Leistung werden ca. 5 bis 6 Quadratmeter Dachfläche benötigt. Südausrichtung liefert den höchsten Ertrag, aber auch Ost-West-Dächer sind wirtschaftlich sinnvoll und verteilen die Erzeugung besser über den Tag. Die Dachneigung sollte zwischen 20 und 40 Grad liegen, 30 Grad ist optimal. Flachdächer eignen sich ebenfalls, die Module werden dann aufgeständert. Verschattung durch Bäume, Schornsteine oder Nachbargebäude reduziert den Ertrag. Moderne Leistungsoptimierer minimieren den Einfluss von Teilverschattung. Wir prüfen die Eignung deines Dachs und erstellen eine Ertragsssimulation.
Stromspeicher: Eigenverbrauch maximieren
Ohne Speicher nutzt du nur 25 bis 35 Prozent des selbst erzeugten Stroms, weil die Sonne scheint, wenn du bei der Arbeit bist, und du Strom brauchst, wenn es dunkel ist. Ein Stromspeicher (5 bis 15 kWh Kapazität) erhöht den Eigenverbrauchsanteil auf 60 bis 80 Prozent. Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) sind der aktuelle Standard: 6.000 bis 10.000 Ladezyklen, 10 bis 15 Jahre Garantie, keine Brandgefahr. Die Kosten liegen bei 500 bis 800 Euro pro kWh Speicherkapazität. Ein 10-kWh-Speicher kostet also 5.000 bis 8.000 Euro. Die Amortisation hängt vom Strompreis ab: Bei 35 Cent/kWh Netzstrom und 10 Cent/kWh PV-Strom spart jede selbst genutzte kWh 25 Cent.
Wallbox und Wärmepumpe: PV-Strom optimal nutzen
Die Kombination von PV-Anlage mit Wärmepumpe und Wallbox maximiert den wirtschaftlichen Nutzen. Eine Wärmepumpe verbraucht 3.000 bis 5.000 kWh Strom pro Jahr. Mit PV-Strom betrieben, sinken die Heizkosten auf ein Minimum. Eine Wallbox lädt das E-Auto mit Sonnenstrom für 3 bis 4 Cent pro Kilometer statt 10 bis 12 Cent mit Netzstrom. Intelligente Energiemanagementsysteme (z.B. SMA, Fronius, Kostal) steuern automatisch, wann Speicher geladen, Wärmepumpe betrieben und Auto geladen wird. So wird der PV-Strom dort genutzt, wo er den größten wirtschaftlichen Vorteil bringt.
Installation und Netzanmeldung
Die Installation einer PV-Anlage dauert 2 bis 4 Tage: Montage der Unterkonstruktion und Module auf dem Dach (1 bis 2 Tage), Verkabelung und Wechselrichter-Installation (1 Tag), Zählerschrankumbau und Inbetriebnahme (1 Tag). Vor der Installation muss die Anlage beim Netzbetreiber angemeldet werden (Netzverträglichkeitsprüfung). Nach der Inbetriebnahme erfolgt die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR), die Pflicht ist. Auch ein Zweirichtungszähler muss vom Netzbetreiber installiert werden. Wir koordinieren alle Schritte: Dachprüfung, Anlagendimensionierung, Netzbetreiber-Anmeldung, Installation und Registrierung.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Eine PV-Anlage mit 10 kWp Leistung kostet 12.000 bis 18.000 Euro (ohne Speicher). Mit 10-kWh-Speicher liegen die Gesamtkosten bei 18.000 bis 28.000 Euro. Die Anlage produziert ca. 9.500 kWh Strom pro Jahr. Bei 70 Prozent Eigenverbrauch (mit Speicher) und einem Netzstrompreis von 35 Cent/kWh spart die Anlage ca. 2.300 Euro pro Jahr. Eingespeister Überschuss bringt zusätzlich ca. 230 Euro pro Jahr. Die Amortisation liegt bei 8 bis 12 Jahren, die Lebensdauer der Module bei 25 bis 30 Jahren. Die Rendite über die Gesamtlaufzeit beträgt 5 bis 8 Prozent pro Jahr. PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind seit 2023 von der Einkommensteuer befreit.
Deine Vorteile bei Clivono
Unabhängigkeit von Strompreisen
Eigener Strom für 8-12 Cent/kWh statt 35+ Cent aus dem Netz. Die Anlage schützt vor steigenden Energiepreisen.
Steuerbefreiung
PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind seit 2023 von der Einkommensteuer befreit. Kein Gewerbe nötig.
Komplett-Service
Dachprüfung, Planung, Installation, Netzanmeldung und MaStR-Registrierung aus einer Hand.
Wertsteigerung
Eine PV-Anlage steigert den Immobilienwert um 3 bis 5 Prozent und verbessert den Energieausweis.
Kosten im Überblick
Orientierungswerte inklusive Material und Arbeitsleistung. Konkrete Preise erhältst du in deiner kostenlosen Ersteinschätzung.
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| PV-Anlage 5 kWp | 7.000 - 10.000 € |
| PV-Anlage 10 kWp | 12.000 - 18.000 € |
| PV-Anlage 15 kWp | 17.000 - 24.000 € |
| Stromspeicher 5 kWh | 3.000 - 5.000 € |
| Stromspeicher 10 kWh | 5.000 - 8.000 € |
| Wallbox 11 kW | 1.500 - 3.000 € |
| Zählerschrankumbau | 500 - 1.500 € |
Checkliste: Photovoltaik & Solar
- Dach prüfen: Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Zustand der Eindeckung
- Stromverbrauch analysieren: Jahresverbrauch und Lastprofil für optimale Dimensionierung
- Anlagengröße bestimmen: Dachfläche und Verbrauch in Einklang bringen
- Speicher dimensionieren: Eigenverbrauch ohne und mit Speicher vergleichen
- Wärmepumpe und Wallbox mitdenken: Zusätzlichen Strombedarf einplanen
- Netzbetreiber kontaktieren: Netzverträglichkeitsprüfung beantragen
- Zählerschrank prüfen: Platz für Zweirichtungszähler und Wechselrichter-Anschluss
- Marktstammdatenregister: Anlage nach Inbetriebnahme innerhalb eines Monats registrieren
Häufige Fragen zu Photovoltaik & Solar
Lohnt sich eine PV-Anlage 2026 noch?
Ja, mehr denn je. Die Modulpreise sind in den letzten Jahren deutlich gesunken, während die Netzstrompreise über 35 Cent/kWh liegen. Eine PV-Anlage amortisiert sich in 8 bis 12 Jahren und produziert dann 15 bis 20 Jahre quasi kostenlosen Strom. Die Steuerbefreiung seit 2023 macht die Anlage zusätzlich attraktiv. In Kombination mit Wärmepumpe und E-Auto ist die Wirtschaftlichkeit besonders hoch.
Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?
Die Faustregel: So groß wie möglich, solange das Dach es hergibt. Auch wenn du den Strom nicht komplett selbst verbrauchst, ist die Einspeisevergütung ein willkommenes Plus. Für einen 4-Personen-Haushalt empfehlen wir mindestens 8 bis 10 kWp. Mit Wärmepumpe und E-Auto sind 12 bis 15 kWp sinnvoll.
Brauche ich einen Stromspeicher?
Ein Speicher ist nicht zwingend nötig, erhöht aber den Eigenverbrauch von 25-35 auf 60-80 Prozent. Wirtschaftlich lohnt sich ein Speicher, wenn der Netzstrompreis über 30 Cent/kWh liegt und du abends und nachts viel Strom verbrauchst. Bei Haushalten mit Wärmepumpe oder E-Auto ist ein Speicher besonders sinnvoll.
Wie lange hält eine PV-Anlage?
PV-Module haben eine Leistungsgarantie von 25 bis 30 Jahren (mindestens 80 % der Nennleistung nach 25 Jahren). Die tatsächliche Lebensdauer liegt oft bei 30 bis 40 Jahren. Wechselrichter halten 10 bis 15 Jahre und müssen einmal getauscht werden (Kosten: 1.500 bis 3.000 Euro). Stromspeicher haben eine Garantie von 10 bis 15 Jahren.
Kann ich eine PV-Anlage auch auf einem Ost-West-Dach installieren?
Ja, Ost-West-Dächer eignen sich gut für PV. Der Gesamtertrag ist ca. 10 bis 15 Prozent geringer als bei Südausrichtung, aber die Erzeugung verteilt sich gleichmäßiger über den Tag (morgens vom Ost-Dach, nachmittags vom West-Dach). Das erhöht den Eigenverbrauch und kann die Wirtschaftlichkeit sogar verbessern.
Muss ich für eine PV-Anlage ein Gewerbe anmelden?
Nein. Seit 2023 sind PV-Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern von der Einkommensteuer befreit (§ 3 Nr. 72 EStG). Eine Gewerbeanmeldung ist nicht erforderlich. Du musst die Anlage lediglich im Marktstammdatenregister registrieren. Die Einspeisevergütung wird ohne Umsatzsteuer ausgezahlt (Nullsteuersatz seit 2023).
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